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Engel&Teufel

Engel: Ich liebe dich.

Teufel: Ich hasse dich

Engel: Aber warum?

Teufel: Du liebst mich.

Engel: Ja, ich liebe dich.

Teufel: Das ist es ja: Weil du mich liebst, muss ich dich hassen.

Engel: Ich kann nichts dafür, dass ich dich liebe.

Teufel (sarkastisch): Ach ja, ich vergaß: Du bist ja ein Unschuldsengel.

Engel: Ich liebe dich und das kann man mir nicht vorwerfen.

Teufel: Na, wem denn dann. Mir etwa?



Engel: Ja, du bist so heiß, dass ich dir kaum widerstehen kann.

Teufel: Aber du widerstehst mir dennoch.

Engel: Ja, die Versuchung ist viel süßer, als die Sünde.

Teufel: Nein du irrst, nichts kann mehr Vergnügen bereiten, als die Sünde selbst.

Engel: Die Versuchung ist es, die mich in andere Sphären schweben lässt.

Teufel: Und das Sündenfeuer ist es, das dich tanzen lässt. Ein höllisch heißer Tanz. Erst

warm, dann heiß und immer heißer, brodelnd, sprudelnd, explodierend,

ein Feuerwerk der Teufelssünden.

Engel: Ich würde verbrennen.

Teufel: Nein, nur deine Unschuld und deine Reinheit.

Engel: Dann wäre ich kein Engel mehr.

Teufel: Ja, du hast es erfasst. Eine teuflisch gute Vorstellung. Du liebst mich doch?!

Engel: Ja, ich liebe dich und daran kann auch dein Hass nichts ändern.








Teufel: Wieso hasst du mich nicht einfach? Dann würde ich dich lieben.

Engel: Ich kann dich nicht hassen, ich liebe dich.

Teufel: Doch du kannst: Gib dich der Sünde hin und du wirst mich hassen, doch ich

werde dich lieben.


Engel: Ja, du hast Recht, dann müsste ich dich wahrscheinlich hassen, weil du mir die

Reinheit und Unschuld genommen hättest. Auch wenn ich mir nichts sehnlicher

wünsche als deine Liebe, aber der Preis ist mir zu hoch.

Teufel: Dann werde ich dich nicht lieben können und dich weiter hassen müssen.








(Der Teufel geht aus dem Kreissaal und will sich auf den Weg zurück zur Hölle begeben, als er plötzlich die Stimme des Engels vernimmt:)

Engel: Du liebst mich!

Teufel: Nein, das tu ich nicht.

Engel: Doch ich bin mir ganz sicher. Du hast es gerade bewiesen, als du gehen wolltest.

(Teufel verwirrt.)

Engel: Na du hast akzeptiert, dass ich mich der Sünde nicht hingebe. Würdest du mich

wirklich hassen, wärst du jetzt nicht gegangen. Du hättest mit dem Feuer
gespielt,

mich so lange heiß gemacht, bis ich nicht mehr hätte widerstehen können und

mich der Sünde hingegeben hätte. Du hättest mich nach allen Regeln der Kunst

verführen können, doch du hast es nicht getan. Das beweist, dass du mich liebst.

Teufel (grinst): Interessante Theorie. Doch ich muss dich enttäuschen. Ich liebe dich

nicht.

Engel: Dann beweis es und nimm mir meine Unschuld.

Teufel: Ja, es würde mir gefallen, deine Unschuld im Feuer der Leidenschaft zu

verbrennen. Ich hasse deine Unschuld.

Engel: Meine Unschuld. Aber nicht mich. Küss mich!

Teufel: Nein, du würdest verbrennen und ich hätte niemanden mehr den ich hassen

könnte.

Engel (strahlt selig): Du liebst mich.


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